Wenn Du Stillprobleme lösen möchtest, helfen oft schon kleine Anpassungen, die sofort Erleichterung bringen. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist es, die Stillposition zu überprüfen. Du solltest entspannt sitzen oder liegen, Dein Baby ganz nah bei Dir halten und darauf achten, dass Ohr, Schulter und Hüfte des Babys in einer Linie liegen. Dein Baby kommt zur Brust – nicht Du zum Baby. Wenn die Position stimmt, verbessert sich das Anlegen fast automatisch. Achte außerdem darauf, dass Dein Baby den Mund sehr weit öffnet, bevor es möglichst eigenständig andockt, und dass es nicht nur die Brustwarze, sondern einen großen Teil des Brustgewebes erfasst.
In der ersten Zeit nach der Geburt reagieren die Nervenendigungen in und um die Brustwarze herum sehr sensibel, weshalb ein kurzer “Ansaugschmerz” normal sein kann und sich meist innerhalb kurzer Zeit wieder löst. Wenn das Stillen jedoch dauerhaft schmerzt, solltest Du den Saugschluss sanft lösen und Dein Baby erneut anlegen. Schmerz ist kein Zeichen dafür, dass Du Dich „durchbeißen“ musst, sondern dafür, dass etwas korrigiert werden darf. Wärme vor dem Stillen hilft, die Milch leichter fließen zu lassen, während moderates Kühlen nach dem Stillen Spannungen und Schwellungen reduziert. Eine sanfte Brustmassage kurz vor dem Stillen kann ebenfalls helfen, den Milchfluss anzuregen und Stauungen zu vermeiden. Häufigeres Stillen ist eine der wirksamsten Methoden, um die Brust zu entlasten und Dein Baby ruhiger trinken zu lassen. Je öfter Dein Baby saugt, desto harmonischer reguliert sich die Milchproduktion. Damit sich die Milchmenge optimal auf die Bedürfnisse Deines Babys einstellt, empfiehlt sich, nach Bedarf zu stillen. Während der ersten Tagen und Wochen eurer Stillreise kann das bedeuten zwischen 10-12 Mal in 24 Stunden anzulegen. Das klingt erst einmal überwältigend! Das Stillen erfüllt jedoch nicht nur Bedürfnisse wie Hunger und Durst, sondern hilft deinem Baby durch Wärme, Sicherheit, Nähe und Geborgenheit auf dieser Welt anzukommen.