10.03.2026

Baby Koliken: Was steckt dahinter und was hilft euch wirklich?

Es ist kurz nach 18 Uhr. Dein Baby hat gegessen, die Windel ist frisch, Du hast es gehalten, gewiegt, gesungen. Und trotzdem schreit es – durchdringend, herzzerreißend, kaum zu trösten. Wenn sich das Abend für Abend wiederholt und Du nicht weißt, was Du noch tun sollst, bist Du damit nicht allein. Was viele Eltern in den ersten Wochen erleben ist in aller Regel harmlos und vor allem: vorübergehend. In diesem Beitrag möchte ich Dir erklären, was hinter dem Schreien steckt, welche Ursachen wirklich belegt sind, was Dir und Deinem Baby in dieser herausfordernden Phase helfen kann und wann es sinnvoll ist, professionelle Unterstützung zu holen.
Von: Zerrin Illaev
Neugeborenes Baby gähnt mit offenem Mund, eingewickelt in eine weiße Decke, auf einem blau-weiß gestreiften Tuch.

Was sind Baby Koliken eigentlich?

Der Begriff „Dreimonatskoliken" ist in den meisten Familien bekannt und gleichzeitig ein bisschen irreführend. Denn erstens beginnt das Schreiverhalten oft in der zweiten Lebenswoche, zweitens hören sie nicht immer genau nach drei Monaten auf, und drittens sind Bauchschmerzen längst nicht immer die einzige oder hauptsächliche Ursache. Babys kommen mit einem noch sehr unreifen Nervensystem zur Welt. Sie können ihre Zustände, wie Müdigkeit, Hunger, Überforderung oder das Bedürfnis nach Nähe, noch nicht selbst regulieren. Reize verarbeiten, einen Schlaf-Wach-Rhythmus entwickeln, die eigene Verdauung in Gang bringen – das alles ist für einen so kleinen Körper enorme Arbeit und wird oft in den Nachmittags- oder frühen Abendstunden zum Ausdruck gebracht. Genau deshalb sind Babys in den ersten Monaten stark auf die Unterstützung ihrer Bezugspersonen angewiesen. Schreien ist in dieser Zeit eine der wichtigsten Möglichkeiten, Bedürfnisse mitzuteilen. Das Schreiverhalten von Babys verläuft häufig in einer typischen Kurve: Das Schreien nimmt ab der 2. Lebenswoche zu, erreicht um die 6. Lebenswoche herum seinen Höhepunkt und sinkt danach bis zum 3.-4. Lebensmonat deutlich ab. Viele Eltern erleben, dass ihr Baby besonders unruhig ist und scheinbar grundlos weint. Diese Phase wird manchmal auch als „Abendschreien“ oder umgangssprachlich als „Hexenstunde“ bezeichnet. Echte Koliken liegen dem Ganzen selten zugrunde. Koliken beschreiben ursprünglich krampfartige Bauchschmerzen, die mit der noch unreifen Verdauung eines Säuglings zusammenhängen können. Typische Anzeichen sind ein harter oder aufgeblähter Bauch, starkes Pressen, angezogene Beine und scheinbare Schmerzepisoden. Babys wirken dabei oft angespannt und lassen sich nur schwer beruhigen. Auch wenn solche Koliken vorkommen können, zeigt die Erfahrung aus Entwicklungs- und Regulationsforschung, dass für das anhaltende Schreien oft Regulationsschwierigkeiten ursächlich sind. Wenn das Weinen dann mehr als drei Stunden täglich, an mehr als drei Tagen pro Woche und über mehr als drei Wochen anhält, spricht man umgangssprachlich von “Schreibabys”. Fachpersonen verwenden mittlerweile den Begriff einer frühkindlichen Regulationsstörung. Betroffen sind etwa 10-20 Prozent aller Säuglinge. Wichtig ist dabei: Ein Schreibaby hat nicht automatisch Koliken. Häufig spielen mehrere Faktoren zusammen.

Mögliche Ursachen von vermehrtem Schreien

Die ehrliche Antwort vorweg: Die genauen Ursachen von Regulationsschwierigkeiten oder -störungen sind bis heute nicht vollständig geklärt. Was die Forschung aber sagen kann: Wahrscheinlich spielen mehrere Faktoren zusammen und weder der Erziehungsstil noch das Bindungsverhalten der Eltern sind ursächlich dafür verantwortlich. Das ist wichtig zu wissen, denn viele Mütter und Väter fragen sich in schlaflosen Nächten, ob sie irgendetwas falsch machen. Die Antwort lautet klar: Nein. Wenn Babys sehr viel schreien, gibt es selten nur eine einzige Ursache. Häufig wirken mehrere Faktoren zusammen, zum Beispiel:
  • ein noch unreifes Nervensystem
  • ein sensibles Temperament
  • Reizüberflutung im Alltag
  • Anpassungsprozesse nach der Geburt
  • Verdauungsunreife oder tatsächliche Koliken
  • intensive Entwicklungsphasen
Gerade in den ersten Lebensmonaten verarbeitet ein Baby täglich eine große Menge an neuen Eindrücken. Für manche Babys ist diese Anpassungsleistung besonders herausfordernd. Was dennoch eine Rolle spielen kann, ist der noch unreife Magen-Darm-Trakt Deines Babys. In den ersten Lebensmonaten lernt der Verdauungsapparat erst, Milch zu verarbeiten und das geht nicht immer reibungslos. Hinzu kommt, dass Babys beim Schreien und beim Trinken Luft schlucken, was Blähungen verstärken und den Bauch schmerzhaft aufblähen kann. Ein weiterer möglicher Faktor ist eine Überempfindlichkeit gegenüber Kuhmilchprotein: Wenn eine stillende Mutter viele Milchprodukte zu sich nimmt, können diese Proteine über die Muttermilch an das Baby übergehen und bei empfindlichen Kindern Beschwerden auslösen. Manchmal liegt auch einfach eine erhöhte Reizempfindlichkeit vor. Manche Babys brauchen schlicht mehr Unterstützung dabei, den Übergang von der ruhigen, geborgenen Welt im Mutterleib in die laute, helle Außenwelt zu bewältigen.

Wie du Baby Koliken von anderen Beschwerden unterscheidest

Nicht jedes Weinen ist eine Kolik. Und nicht jede Kolik braucht sofort einen Arzt. Wichtig ist aber, dass Du weißt, wann Du professionelle Hilfe in Anspruch nehmen solltest. Baby Koliken äußern sich typischerweise durch langes, schrill klingendes Schreien, häufig in den späten Nachmittags- oder Abendstunden. Dein Baby zieht dabei oft die Beinchen an den Bauch oder streckt sie steif aus, der Bauch kann sich hart oder aufgebläht anfühlen und das Gesicht läuft rot an. Zwischen den Schreiattacken ist dein Baby jedoch munter, trinkt gut und nimmt an Gewicht zu. Das ist ein wichtiges Zeichen: Baby Koliken beeinträchtigen die Entwicklung in aller Regel nicht. Einen Kinderarzt oder eine Kinderärztin solltest du aufsuchen, wenn dein Baby Fieber hat, sich häufig erbricht, Blut im Stuhl zeigt, beim Schreien bläulich anläuft oder keine Gewichtszunahme stattfindet. In diesen Fällen kann eine ernstere Ursache hinter den Beschwerden stecken, die abgeklärt werden sollte.

Was bei Schreiphasen wirklich hilft

Es gibt keine universelle Lösung, die bei jedem Baby gleich gut funktioniert und das kann in einer ohnehin erschöpften Phase frustrierend sein. Was hilft, ist Ausprobieren, Geduld und das Wissen, dass Du nicht allein damit bist. Hier sind Ansätze, die viele Familien als hilfreich erleben: Nähe und Körperkontakt sind das Wichtigste. Dein Baby kennt deinen Herzschlag, Deine Wärme, Deinen Geruch und das alles beruhigt. Tragen im Tragetuch, sanftes Schaukeln, Halt geben durch Begrenzung des Körpers oder Pucken unter Aufsicht(!) können in einer akuten Schreiphase deutlich mehr bewirken als jedes Mittel aus der Apotheke. Bauchmassagen im Uhrzeigersinn – also in Richtung des natürlichen Darmdurchgangs – können helfen, eingeschlossene Luft zu lösen. Ein bisschen Babyöl macht die Massage noch angenehmer. Wärme tut gut: Ein angewärmtes Kirschkernkissen auf dem Bauch (niemals heiß, immer an der Handgelenksinnenseite testen!) oder ein warmes Bad können entspannen. Weißes Rauschen erinnert Babys an die Geräuschkulisse im Mutterleib. Das monotone Summen eines Föhns, einer Waschmaschine oder einer speziellen App kann überraschend schnell beruhigend wirken. Routinen schaffen Struktur, Sicherheit und Geborgenheit. Babys sind oft sehr empfindlich gegenüber zu vielen Eindrücken, Anregung und Unruhe, daher helfen wiederkehrende Abläufe Deinem Baby, einen Rhythmus zu finden und zur Ruhe zu kommen. Bewegungsunterstützendes Handling: Ein weiterer wichtiger, aber oft wenig bekannter Aspekt ist das sogenannte bewegungsunterstützende Handling. Damit ist ein Umgang mit Babys gemeint, bei dem ihre natürlichen Bewegungsmuster unterstützt werden. Statt Babys schnell hochzuheben oder passiv zu bewegen, werden ihre Bewegungen sanft geführt und begleitet. Im Alltag kann das zum Beispiel bedeuten: • das Baby über die Seite aufzunehmen und abzulegen • Bewegungen langsam und vorhersehbar auszuführen • dem Körper des Babys Stabilität und Orientierung zu geben • Positionswechsel ruhig anzukündigen Gerade sehr sensible Babys oder Schreibabys reagieren häufig stark auf plötzliche Lageveränderungen. Ein Grund dafür sind frühkindliche Reflexe wie der Moro-Reflex. Dabei handelt es sich um einen Schutzreflex: Wenn sich ein Baby plötzlich unsicher oder „fallend“ fühlt, breitet es reflexartig Arme und Beine aus und erschrickt. Passiert das häufig, kann das ohnehin empfindliche Nervensystem zusätzlich aktiviert werden. Ruhige, geführte Bewegungen und ein achtsames Handling können daher helfen, Babys mehr Sicherheit zu geben und unnötige Stressreaktionen zu reduzieren. Reizreduktion im Alltag wird bei sehr sensiblen oder viel schreienden Babys häufig unterschätzt. Das Nervensystem eines Neugeborenen verarbeitet jeden Tag unzählige Eindrücke, wie Berührungen, Bewegungen, Geräusche, Licht, Gerüche. Manche Babys kommen damit relativ gut zurecht, andere reagieren deutlich empfindlicher auf solche Reize. Gerade bei Schreiphasen oder Regulationsschwierigkeiten kann es daher hilfreich sein, den Alltag bewusst etwas reizärmer zu gestalten. Bequeme Kleidungsstücke, die genügend Bewegungsfreiheit lassen und wenig Druckstellen verursachen, können helfen, das kindliche Nervensystem zu schonen. Kleidung sollte daher möglichst weich, bequem und nicht einengend sein. Besonders an den Füßen und Händen kann zu enge Kleidung oder straffe Bündchen störend wirken. Wenn Stoff an den Füßen spannt oder ständig Druck ausübt, kann das für manche Babys unangenehm sein und zusätzliche Unruhe auslösen. Auch zu viel Bewegung oder Reiz an den Händen – etwa durch ständig verrutschende Ärmel – kann frühkindliche Reflexe aktivieren und das Baby immer wieder aus der Ruhe bringen. Nicht jedes Baby reagiert auf dieselben Dinge. Oft hilft es, behutsam auszuprobieren, was dem eigenen Kind tatsächlich guttut. Wenn du stillst, kann es sich lohnen, für eine Woche auf Kuhmilchprodukte, stark blähende Lebensmittel wie Kohl oder Hülsenfrüchte sowie auf starke Gewürze und Zitrusfrüchte zu verzichten und zu beobachten, ob sich etwas verändert. Das ist kein Muss, aber ein möglicher Ansatz, wenn du das Gefühl hast, dass bestimmte Lebensmittel Dein Baby belasten. Rund um das Thema Koliken und Schreien kursieren viele Tipps und Hausmittel. Manche sind gut gemeint, haben aber keine gesicherte Wirkung oder sind für junge Babys sogar ungeeignet. Dazu gehören zum Beispiel: Fenchel- oder Kamillentee wird bei vermeintlichen Bauchschmerzen noch immer häufig empfohlen. Für junge Säuglinge ist zusätzliche Flüssigkeit jedoch in der Regel nicht notwendig, da Muttermilch oder Säuglingsnahrung den Flüssigkeitsbedarf vollständig decken. Zudem ist das Nieren- und Elektrolytsystem von Babys noch unreif, sodass größere Mengen Wasser oder Tee den empfindlichen Flüssigkeits- und Salzhaushalt stören können. Eine nachgewiesene Wirkung von Tee auf Koliken oder Bauchschmerzen gibt es außerdem nicht und die zusätzliche Flüssigkeitsgabe kann sich langfristig sogar ungünstig auf das Ess- und Trinkverhalten auswirken. Fencheltee wird inzwischen zusätzlich kritischer gesehen, da Fenchel den Pflanzenstoff Estragol enthält, der in hohen Dosen als potenziell krebserregend und erbgutverändernd gilt. Deshalb wird aus Vorsorgegründen empfohlen, Fenchelprodukte nicht einzusetzen. Verschiedene Kolikmittel aus der Apotheke werden bei „Dreimonatskoliken“ routinemäßig empfohlen, obwohl die wissenschaftliche Evidenz dafür sehr begrenzt ist. Einige können zwar bei bestimmten Beschwerden sinnvoll sein, lösen jedoch nicht automatisch die Ursache für anhaltendes Schreien. Frühes Zufüttern oder häufiges Wechseln der Nahrung werden manchmal als schnelle Lösung vorgeschlagen. Tatsächlich kann häufiges Wechseln von Säuglingsnahrung den empfindlichen Verdauungstrakt sogar zusätzlich belasten. „Das Baby schreien lassen, damit es sich selbst beruhigt“. Dieser Rat taucht noch immer auf, oft aus älteren Erziehungsvorstellungen heraus. Für junge Babys ist das jedoch keine hilfreiche Strategie, da sie ihre Stressreaktionen in der Regel noch nicht vollkommen eigenständig regulieren können. Gerade beim Thema Schreien gilt: Es gibt selten eine einzige schnelle Lösung. Viel häufiger geht es darum, das Baby besser zu verstehen, mögliche Belastungsfaktoren zu reduzieren und gemeinsam Wege zu finden, die dem Kind und der Familie mehr Ruhe und Entlastung bringen.

Wann professionelle Begleitung sinnvoll ist

Vermehrte Schreiphasen bringen nicht nur das Baby an seine Grenzen, sie bringen auch Eltern an ihre. Schlafmangel, die eigene Erschöpfung, das Gefühl, hilflos zu sein, während Dein Kind schreit: Das ist eine ernsthafte Belastung, die Du nicht einfach wegatmen musst. Wenn Du das Gefühl hast, dass Du nicht mehr klar denken kannst, oder wenn Du merkst, dass die Erschöpfung zu einer echten Belastung für eure Partnerschaft oder Deine eigene psychische Gesundheit wird, dann hol Dir Unterstützung. Auch wenn häufiges Schreien in den ersten Lebensmonaten vorkommen kann, gibt es Situationen, in denen es sinnvoll ist, genauer hinzuschauen oder medizinischen Rat einzuholen. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn: • dein Baby sehr plötzlich anders schreit als sonst • zusätzlich Fieber, Erbrechen oder starke Trinkprobleme auftreten • dein Baby schlecht zunimmt oder insgesamt sehr schlapp wirkt • du als Elternteil das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt In solchen Fällen ist es immer sinnvoll, sich an die Kinderärztin oder den Kinderarzt, die Hebamme oder eine andere fachliche Begleitung zu wenden. Oft lassen sich mögliche körperliche Ursachen schnell ausschließen und allein diese Gewissheit kann schon entlasten.

Eine Phase – keine Dauersituation

Das Wichtigste, was ich Dir mit auf den Weg geben möchte: Baby Koliken und Schreiattacken sind in der Regel eine Phase. Bei den meisten Kindern bessert sich die Situation deutlich zwischen dem dritten und vierten Lebensmonat. Was sich im Moment wie eine Endlosschleife anfühlt, hat ein Ende - auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt. So sehr wir wissen, dass Babys schreien, um Bedürfnisse mitzuteilen, wenn das eigene Kind über längere Zeit intensiv weint, kann das für Eltern enorm belastend sein. Schlafmangel, ständige Alarmbereitschaft und das Gefühl, dem eigenen Baby nicht helfen zu können, führen bei vielen Eltern irgendwann zu Überforderung, Hilflosigkeit oder großer innerer Anspannung. Diese Reaktionen sind verständlich. Ein dauerhaft schreiendes Baby fordert auch das Nervensystem der Eltern stark heraus. Gerade deshalb ist es wichtig, auch auf sich selbst zu achten. Wenn du merkst, dass Dich das Schreien gerade überflutet, können kleine Schritte helfen: • Dein Baby für einen Moment sicher abzulegen • kurz den Raum zu verlassen und tief durchzuatmen • ein Glas Wasser zu trinken, ans Fenster zu gehen oder jemanden anzurufen • wenn möglich, eine andere Bezugsperson übernehmen zu lassen Manchmal brauchen Eltern genau diesen kurzen Abstand, um wieder ruhiger reagieren zu können. Dein Baby darf für einige Minuten sicher liegen, während Du Dich sammelst. Ein Punkt ist dabei besonders wichtig: Ein Baby darf niemals geschüttelt werden!! Auch wenn Verzweiflung oder Erschöpfung sehr groß sind, Schütteln kann bei Säuglingen schwerste Verletzungen verursachen. Wenn du merkst, dass Deine Kräfte gerade nicht mehr ausreichen, ist es immer besser, Dein Baby kurz sicher abzulegen und Dir Unterstützung zu holen. Du musst mit dieser Situation nicht allein bleiben. Partner:innen, Familie, Freund:innen, Hebammen, Familienbegleiterinnen oder spezielle Schreibaby-Ambulanzen können eine wertvolle Unterstützung sein. Gerade Eltern von sensiblen oder viel schreienden Babys leisten jeden Tag unglaublich viel. Unterstützung anzunehmen, ist ein wichtiger Schritt, um wieder Kraft zu schöpfen. Also gilt: Du wirst deinem Baby nicht gerecht, wenn du Dich selbst vollständig aufreibst. Und Du gibst deinem Kind schon das Wertvollste, was es braucht: Deine Präsenz, Deine Wärme und Deine Liebe. Wenn Du Fragen hast oder Dir eine individuelle Begleitung wünschst, bin ich für euch da, online oder vor Ort in Hamburg.

Über den Autor:

Zerrin Illaev
Unternehmer
Ich helfe euch, in der schönen und gleichsam herausfordernden Baby- und Kleinkindzeit, euren Weg zu finden. Im Dschungel an unübersichtlichen, teils veralteten Informationen, Mythen und vermeintlich gut gemeinten Ratschlägen reiche ich euch eine helfende Hand und verschaffe euch den Durchblick. Mimi & Moon soll euch in eurer elterlichen Intuition stärken, Sicherheit vermitteln und euch eine entspannte Familienzeit ermöglichen, die ihr in vollen Zügen genießen könnt.

Häufige Fragen zu Baby Koliken und Schreien

Wie lange dauern Baby Koliken bzw. Schreiphasen?
Bei den meisten Säuglingen beginnt das vermehrte Schreien in der zweiten Lebenswoche und erreicht seinen Höhepunkt rund um die sechste Lebenswoche. Danach bessert es sich schrittweise und verschwindet bei vielen Babys zwischen dem dritten und vierten Lebensmonat. Das ist eine Zeit, die sich endlos anfühlen kann, aber sie ist begrenzt.
Sind Baby Koliken gefährlich?
Baby Koliken sind bei einem ansonsten gesunden und gut gedeihenden Säugling nicht gefährlich. Sie verursachen zwar Schmerzen und sind für das ganze Familiensystem belastend, hinterlassen aber keine langfristigen Schäden. Wenn du jedoch merkst, dass Dein Baby nicht zunimmt, Fieber hat oder Blut im Stuhl zeigt, solltest du einen Kinderarzt aufsuchen, um andere Ursachen auszuschließen.
Was kann ich als stillende Mutter essen, um Baby Koliken zu vermeiden?
Es gibt keine Diät, die Koliken sicher verhindert. Wenn du jedoch den Verdacht hast, dass bestimmte Lebensmittel Dein Baby belasten, lohnt sich ein Selbstversuch: Verzichte für eine Woche auf Kuhmilchprodukte, Kohl, Zwiebeln, Hülsenfrüchte und stark gewürzte Speisen und beobachte, ob sich die Beschwerden verändern.
Hilft Fencheltee bei Baby Koliken?
Fencheltee wird häufig empfohlen, ist aber insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder nicht geeignet und hat in Studien keine belegte Wirkung bei Koliken gezeigt. Das gilt auch für viele andere pflanzliche Mittel. Wenn du Produkte ausprobieren möchtest, sprich vorher mit Deiner Kinderärztin oder Deinem Kinderarzt.
Wann sollte ich zum Arzt?
Sofort wenn Dein Baby Fieber bekommt, sich häufig erbricht, Blut im Stuhl zeigt, beim Schreien bläulich anläuft oder nicht ausreichend an Gewicht zunimmt. Auch wenn Du als Mutter oder Vater merkst, dass Du an Deine absolute Grenze kommst, ist es wichtig, Unterstützung zu suchen – sei es bei Deiner Kinderärztin oder Deinem Kinderarzt, einer Stillberaterin oder einer Schreiambulanz in Deiner Nähe.
Kann eine Stillberaterin bei Baby Koliken helfen?
Ja – häufig gibt es im Bereich Stillen oder Füttern kleine Stellschrauben, die einen großen Unterschied machen können. Eine falsche Anlegeposition, ein zu schneller Milchflussaus der Flasche oder das Schlucken von zu viel Luft beim Trinken können beispielsweise Koliken verstärken. In einer Stillberatung schauen wir uns all das gemeinsam an und finden Lösungen, die zu eurem Alltag passen – ohne Druck und auf Augenhöhe.

Ich begleite Dich – damit Du Dich sicherer fühlst.